Am 11. April 1981 wurde in ihrer Heimat Südafrika ein Kind namens Motsi Mabuse geboren. Jahre später revolutionierte sie mühelos die Tanzszene im deutschsprachigen Fernsehen. Ihr Geburtstag ist nicht nur ein persönliches Ereignis, sondern steht auch für Erleuchtung, Durchhaltevermögen und interkontinentale kulturelle Verbundenheit.

Motsi Mabuse
Motsi Mabuse

Motsi wuchs im Zentrum des ehemaligen Bophuthatswana auf und hatte das Glück, in einem Haushalt aufzuwachsen, in dem Bildung einen hohen Stellenwert hatte. Ihr Vater, ein engagierter Anwalt, erzog sie diszipliniert und ermutigend. Motsi, die ihr Jurastudium in Pretoria begonnen hatte, sollte einst seine Kanzlei übernehmen. Doch schon in jungen Jahren fühlte sie sich besonders zum Tanz hingezogen. Mit elf Jahren begann sie, an Turnieren teilzunehmen, nachdem sie von der Faszination der Musik fasziniert war.

Motsi Mabuse – Biografische und Karriere-Daten

KategorieInformation
NameMotshegetsi „Motsi“ Mabuse-Voznyuk
Geboren am11. April 1981
GeburtsortMankwe (ehemals Bophuthatswana, heute Südafrika)
NationalitätSüdafrikanisch, eingebürgert in Deutschland
BerufTänzerin, Tanztrainerin, TV-Jurorin
Bekannt durch„Let’s Dance“ (RTL), „Strictly Come Dancing“ (BBC)
Größe160 cm
FamilienstandVerheiratet mit Evgenij Voznyuk, eine Tochter
KarrierebeginnProfessionelle Turniertänzerin, dann TV-Karriere
TanzschuleMotsi Mabuse Taunus Dance School in Frankfurt-Eschborn
Quelle

Wiki , IMDb

Mit konzentriertem Training und einem ausgeprägten Rhythmusgefühl kletterte Mabuse zielstrebig an die Spitze. Besonders bemerkenswert war ihr Auftritt bei den British Open in Blackpool, wo sie nicht nur mit ihrem Tanz glänzte, sondern auch eine tiefgreifende persönliche Wandlung durchmachte. Dort lernte sie den deutschen Tänzer Timo Kulczak kennen, dem sie schließlich nach Deutschland folgte – ein Schritt, der ihr Leben und ihre Karriere grundlegend veränderte.

Mit Kulczak entwickelte sie sich zu einem talentierten lateinamerikanischen Tanzteam, das mehrere deutsche Titel gewann. Ihre Erfolge zeugten nicht nur von einer erfolgreichen Tanzkooperation, sondern auch von einer kulturellen Synthese, die im deutschen Tanzsport damals bemerkenswert ungewöhnlich war. Besonders beeindruckend war ihr selbstbewusster Umgang mit kulturellen Hürden; neben ihrer schnellen sprachlichen Integration brachte sie frischen Wind in ein Umfeld, das oft von konventionellen Konventionen geprägt war.

Ihr Fernsehdebüt gab sie 2007, als sie zusammen mit Guildo Horn als Profitänzer bei „Let’s Dance“ antrat. Als sie 2011 als Jurorin anfing, war aufgrund ihrer sympathischen und direkten Art klar, dass Motsi bleiben würde. Seitdem hat sie eng mit Joachim Llambi und Jorge González zusammengearbeitet, um die Show zu gestalten. Sie überzeugt mit einer besonders überzeugenden Mischung aus Witz, Charme und Wissen.

Sie ist eine der wenigen Prominenten, die aufgrund ihrer bemerkenswerten Medienpräsenz sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien als Jurorin gefragt ist. Seit 2019 ist sie Mitglied der Jury von „Strictly Come Dancing“, was ein Zeichen des Respekts für jede Tänzerin und ein Zeichen dafür ist, wie hoch ihr Wissen weltweit geschätzt wird. Besonders beliebt beim Publikum ist sie wegen ihrer oft humorvollen, aber stets gut organisierten und ausgefeilten Kommentare.

Auch abseits der großen Tanzbühnen ist sie weiterhin eine Inspiration. Gemeinsam mit ihrem Mann Evgenij Voznyuk gründete sie die „Motsi Mabuse Taunus Dance School“, die neben ihrer Ausbildung auch als Ort für interkulturelle Begegnungen dient. Disziplin, Ausdruck und kulturelle Vielfalt vereinen sich hier, um die Entwicklung junger Talente zu fördern. Es bietet Raum für die Identifikation und Förderung junger Tänzer mit Migrationshintergrund, insbesondere in einem Land, in dem Repräsentation oft strukturell mangelhaft ist.

Sowohl ihre Arbeit als auch ihre persönliche Geschichte weisen eine außergewöhnliche Beständigkeit auf. Nach der Trennung von Timo Kulczak fand sie mit Voznyuk ihr Glück wieder, sowohl im Leben als auch auf der Tanzfläche. Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2018 bekräftigten die beiden 2023 auf den Malediven ihr Eheversprechen. Mit einer unglaublichen Transparenz, die nicht aufgesetzt, sondern ganz natürlich motivierend wirkt, teilt sie diese emotional aufgeladenen Momente regelmäßig mit ihrem wachsenden Instagram-Netzwerk.

Ihre Vielseitigkeit nutzt sie derzeit auch außerhalb des Tanzes. 2025 tritt sie in der Show „The Traitors – Trust No One“ mit ihren Juroren Joachim Llambi und Jorge González gegen ganz unterschiedliche Gegner an. Ihre Fähigkeit, sich auf neue Medien einzustellen, ohne ihre Originalität zu opfern, stellt sie damit einmal mehr unter Beweis.

Im direkten Vergleich mit Kollegen wie Bruce Darnell oder Jorge González wirkt Mabuse deutlich nachdenklicher, fast schon analytisch. Sie beeindruckt mit Können, Wärme und Klarheit, während andere mit extravaganten Auftritten auffallen. Ihr Auftritt im Fernsehen sendet eine starke Botschaft an alle, die sich nach tiefgründigen, einfühlsamen Stimmen sehnen – nicht nur an Tanzfans.

Besonders bemerkenswert sind die gesellschaftlichen Folgen ihrer Präsenz. Heute steht Motsi Mabuse für kulturelle Offenheit, weibliche Führung in der Unterhaltungsbranche und erfolgreiche Integration.