Obwohl Lina Magull auf dem Spielfeld stets präsent, temperamentvoll und technisch versiert wirkt, bleibt sie abseits des Platzes besonders ruhig, fast privat. Angesichts der zunehmenden medialen Aufmerksamkeit für den weiblichen Profisport hat sie sich bewusst für ihre Privatsphäre entschieden. Ein hervorragendes Beispiel für diese Art von zurückhaltender Stärke ist ihre Beziehung zu Luca Schuster.

Sportwissenschaftler Luca Schuster ist beim FC Ingolstadt als Kraft- und Konditionstrainer und nicht als Spieler angestellt. Zuvor trainierte er mehrere Jahre lang Jugendmannschaften, darunter die U15- und U16-Mannschaften, auf dem Campus des FC Bayern München. Aufgrund dieser Tätigkeiten war er innerhalb der Bayern-Organisation bekannt, wo Magull auch einen Vertrag bis Ende 2023 hatte. Daher sind die beiden mehr als nur Sportfans; ihre Karrieren sind eng miteinander verwoben.
Persönliche und berufliche Daten von Lina Magull
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Name | Lina Maria Magull |
| Geburtsdatum | 15. August 1994 |
| Geburtsort | Dortmund, Deutschland |
| Beruf | Fußballspielerin, zentrale Mittelfeldspielerin |
| Aktueller Verein | Inter Mailand (seit Januar 2024) |
| Frühere Vereine | FC Bayern München, SC Freiburg, VfL Wolfsburg, FSV Gütersloh |
| Nationalmannschaft | Deutschland (seit 2015) |
| Freund | Luca Schuster (Athletiktrainer beim FC Ingolstadt 04) |
| Ausbildung | Bürokauffrau, Sportjournalismus & Marketing (Fernstudium), Ernährungsberaterin |
| Instagram-Profil | @lina__magull |
Ihre Verbindung ist noch sehr subtil; Schusters Instagram-Profil ist privat, Magulls öffentlich und frei von Liebesbildern. Die beiden wirken in einer Zeit, in der Influencer-Paare ihre Liebe bewusst vortäuschen, geradezu erfrischend unerschütterlich. Ihre Aufrichtigkeit macht sie besonders vertrauenswürdig. Sie scheinen sich bewusst dafür entschieden zu haben, die Plattform für ihre beruflichen Ideale statt für ihr Privatleben zu nutzen.
Besonders beeindruckend ist Lina Magulls Fähigkeit, Studium und Sportkarriere unter einen Hut zu bringen. Sie ist nicht nur Spielmacherin auf dem Feld, sondern auch ausgebildete Ernährungsberaterin und ehemalige Mitarbeiterin einer Werbeagentur. Ihre Anpassungsfähigkeit bewies sie durch ihre berufsbegleitende Ausbildung in Marketing und Sportjournalismus. Dank ihrer Vielseitigkeit kann sie sich sozialen Belangen und der Fußballbranche widmen, ohne ihre sportlichen Interessen zu vernachlässigen.
Es ist kein Geheimnis, dass sie nicht so viel verdient wie ihre männlichen Kollegen. Berichten zufolge verdiente sie beim FC Bayern zwischen 40.000 und 50.000 Euro im Jahr, aufgestockt durch Boni und Werbeverträge wie die mit Borotalco. Ähnliche Summen werden bei Inter Mailand in Italien erwartet. Ihr Gehalt spiegelt jedoch weiterhin den Streit um gerechte Vergütung und strukturelle Gleichstellung wider, der die gesamte Branche seit langem beherrscht.
Ihr sportlicher Werdegang ist beeindruckend. Mit fünf Jahren begann Magull beim Hörder SC zu spielen. Anschließend wechselte er früh zu den Jungenmannschaften in Hombruch und Kaiserau, bevor er mit 15 Jahren zum FSV Gütersloh wechselte. Als sie 2012 zum VfL Wolfsburg wechselte, hatte sie sich bereits als einer der aufstrebenden Stars etabliert. Dort gewann sie in ihrer ersten Saison die Champions League, den DFB-Pokal und die Meisterschaft – ein Triple, das nur wenigen Spielern gelingt.
2018 wechselte sie von Freiburg zum FC Bayern. Dort entwickelte sie sich zu einer wichtigen Mittelfeldspielerin und festen Größe in der deutschen Nationalmannschaft. Ihre drei Tore und ihr maßgeblicher Beitrag zum Einzug der Mannschaft ins Finale der Europameisterschaft 2022 sprechen für sich. Magulls Bedeutung bleibt davon unberührt, dass England Deutschland letztendlich besiegte. Die nächste Weltmeisterschaft 2023 verlief jedoch düster, da die deutsche Nationalmannschaft bereits nach zwei Spielen in der Gruppenphase verlor.
Viele Beobachter betrachteten den Wechsel zu Inter Mailand im Winter 2024 als gewagte, aber wohlüberlegte Entscheidung. Selbst für Spielerinnen, die sich selbst übertreffen möchten, bietet die wachsende Popularität des italienischen Frauenfußballs neue Motivation. Magull sieht darin eine Chance, ihren sportlichen Horizont zu erweitern und ihre Auslandserfahrung zu vertiefen. Dies verleiht ihrer Karriere nicht nur zusätzliche Bedeutung, sondern verdeutlicht auch die zunehmende Professionalisierung des Frauenfußballs.
Magull und Schuster haben einen deutlich zurückhaltenderen Stil als berühmte Fußballpaare wie Alex Morgan und Servando Carrasco oder Alisha Lehmann und Douglas Luiz. Einige wollen im Hintergrund bleiben, während andere ihre gemeinsamen Auftritte gezielt bewerben. Diese Strategie ist erfrischend unkompliziert, insbesondere in einem Bereich, in dem Einfluss manchmal mit Aufmerksamkeit verwechselt wird. Ihre Popularität beruht darauf, dass sie Kontinuität und Vertrauen über Klickraten stellen.
Gesellschaftlich gesehen repräsentiert Lina Magull eine neue Generation von Sportlerinnen, die sich nicht ausschließlich über ihre sportlichen Fähigkeiten definieren. Sie gestalten die Zukunft aktiv mit, indem sie sich sozial engagieren, Bildungsinitiativen fördern und sich für Gleichberechtigung einsetzen. Dieser Ansatz spiegelt sich in ihrer Verbindung mit einem ähnlich engagierten, aber weniger bekannten Partner wider. Gemeinsam vermitteln sie eine zurückhaltende, aber kraftvolle Botschaft.