Wenn Eric Schroth über Liebe spricht, tut er dies mit ausgeprägtem Gespür für Grenzen und außergewöhnlicher Klarheit. Er ist kein Star, der intime Beziehungsbilder postet, um die Öffentlichkeit zu bereichern, oder private Momente in den sozialen Medien inszeniert. Er hält sich bewusst zurück – nicht aus Scham, sondern aus Respekt vor einer Partnerschaft, die auf Vertrauen statt auf Ruhm basiert.

Eric war schon als Jugendlicher ehrlich zu seiner Familie; mit 15 Jahren gab er zum ersten Mal seine sexuelle Orientierung preis. Es dauerte jedoch noch einige Jahre, bis er sich der breiten Öffentlichkeit zuwandte. Erst 2019, als er für die erste Staffel von „Prince Charming“ interviewt wurde, sprach er offen über seine sexuelle Orientierung. Eine bewusste Entscheidung, die viele jedoch für längst überfällig hielten.
Persönliche und Berufliche Informationen von Eric Schroth
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Name | Eric Schroth |
| Geboren | 1992 |
| Alter | 31 Jahre (Stand: 2023) |
| Wohnsitz | Köln, Deutschland |
| Familienstand | Verheiratet seit ca. 2016 |
| Partner | Name nicht öffentlich, Beziehung seit rund 10 Jahren |
| Bekannt durch | DSDS, Dschungelcamp, Prince Charming, Let’s Dance, Podcasts |
| Beruflicher Fokus | TV-Moderator, Interviewer, Podcaster |
| Öffentliches Coming-out | 2019 im Kontext von „Prince Charming“ |
| Soziales Engagement | SOMOS Nicaragua, Cologne Pride, AIDS-Hilfe Köln, „Bad Kreuznach lacht“ |
| Auszeichnung | „PrOUT in Media Art Culture“ durch Prout at Work Foundation (2022) |
| Quelle |
Manche der Geschichten, die ich gehört habe, haben mich zu Tränen gerührt. Und ich frage mich: „Muss das im 21. Jahrhundert noch so sein?“ Damals sprach er offen und entwaffnend. Diese Äußerungen fanden nicht nur bei jungen LGBT-Menschen Anklang, sondern auch bei der älteren Generation, die sich immer noch oft scheut, sichtbar zu sein. Seine Botschaft war deshalb besonders ermutigend, aber auch erschreckend wichtig.
Nach über zehn Jahren Zusammenleben und etwa sieben Jahren Ehe ist Erics Partnerin immer noch weitgehend unbekannt. Keine Interviews, keine öffentlichen Auftritte und keine geteilten Instagram-Bilder. In einem aktuellen Interview mit Promiflash sagte Eric: „Wir haben gemeinsam beschlossen, diesen Teil unseres Lebens nicht öffentlich zu machen.“ Ich habe mich für diesen Weg entschieden. Mein Partner nicht. In einer Zeit, in der viele Menschen ihre Beziehungen fast täglich inszenieren, wirkt diese Entscheidung fast revolutionär.
Die beiden begegneten sich zum ersten Mal beim Kölner Karneval, einem Fest der Vielfalt, Offenheit und Farbe. Eric lächelte und bemerkte: „Wenn Sie mich fragen, wie Ehe ist, ist Karneval ein ziemlich gutes Bild: unglaublich bunt.“ Diese Beschreibung ist nicht nur liebenswert, sondern auch durchaus realistisch. Sie porträtiert die emotionale Natur einer privaten Beziehung, die durch Worte, Hingabe und Haltung spürbaren Einfluss hat.
Eric wechselt in seinem Berufsleben gekonnt zwischen Popkultur, sozialen Themen und Trash-TV. Früher als „Registrierungsjunge“ bei DSDS bekannt, moderiert er heute beliebte Sendungen wie Let’s Dance und Prince Charming und liefert Audios für Podcasts in Sendungen wie Dschungelcamp. Seine Fähigkeit, in Interviews Empathie zu bewahren, ohne aufdringlich zu wirken, ist bemerkenswert; das unterscheidet ihn von vielen anderen Fernsehpersönlichkeiten.
Eric engagiert sich auch außerhalb des Studios stark für soziale Themen. Er gründete den Social Circus 2005 gründete er das Projekt SOMOS in Nicaragua und arbeitete mit Corinto, der Partnerstadt Kölns, zusammen. Er engagiert sich außerdem aktiv in der AIDS-Hilfe Köln und moderiert seit über zehn Jahren die Hauptbühne beim Cologne Pride. 2018 wurde er zudem zum „Lachbotschafter“ der Kampagne „Bad Kreuznach lacht“ ernannt; dieser Titel ist nicht nur ein Scherz. Erics Lächeln zieht die Menschen an, besonders wenn es Optimismus ausstrahlt.
Größere Institutionen haben sein soziales Engagement wahrgenommen. 2022 erhielt er den Titel „PrOUT in Media Art Culture“ von der Prout-at-Work Foundation, die diejenigen auszeichnet, die Medien nutzen, um die Sichtbarkeit von Queers zu fördern. Eric ist eine besonders glaubwürdige Stimme, da er dieses Ziel mit bewusster Moderation und gleichzeitig einer starken inneren Haltung erreicht.
Sein Weg steht im Gegensatz zu dem vieler TV-Stars, die ihre Romanzen in den Mittelpunkt der Medien stellen. Seine Stärke liegt jedoch genau in dieser Kontrolle. Im Zeitalter von Influencern und Story-Feeds ist die Wahl Besonnenheit im Kampf um Aufmerksamkeit wirkt fast mutig. Eric meistert diesen heiklen Balanceakt bemerkenswert geschickt.
Der soziale Einfluss seiner Präsenz kann kaum überschätzt werden. Er ist ein Vorbild, das nicht laut sein muss, um zu wirken – was besonders jungen queeren Menschen auf der Suche nach Orientierung hilft. Er zeigt, dass man sich zeigen kann, ohne verletzlich zu werden. Es ist akzeptabel, seine Liebe zu verteidigen und sich gleichzeitig öffentlich für Gleichberechtigung einzusetzen.
Die Vision eines Mannes, der seine Stimme nutzt, um Raum zu schaffen – nicht durch Lautstärke, sondern durch Klarheit – bleibt bestehen. Seine Ehe ist gelebter Alltag, kein Publicity-Gag. Eine Ehe, die ohne Beweise aus den sozialen Medien funktioniert. Mit Haltung, aber ohne Hashtags oder Filter.