Anna Gandler gönnt sich nach einem anstrengenden Winter einen wohlverdienten Urlaub auf den Malediven. Ihr Freund, der französische Spitzensportler Émilien Claude, begleitet sie. Doch zwischen den sonnigen Tagen, dem blauen Wasser und den entspannten Instagram-Urlaubsposts bricht eine Zeit großer Unsicherheit an: Seit Juni kämpft Gandler mit chronischer Müdigkeit, Leberproblemen und dem Gefühl, die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren.

Anna Gandler und Émilien Claude
Anna Gandler und Émilien Claude

In einem Interview gesteht sie: „Mein ganzer Körper ist praktisch vergiftet, weil er sich nicht mehr regenerieren kann.“ Ihr Alltag ist geprägt von anhaltenden Rückschlägen, rapidem Muskelschwund und Schlaflosigkeit. „Manchmal scheint alles wieder in Ordnung zu sein – und am nächsten Tag ist der Körper wieder überfordert“, sagt Gandler. Im Spitzensport, wo Erfolge oft gepriesen, gesundheitliche Probleme aber verschwiegen werden, ist diese Transparenz ungewöhnlich.

KategorieDetails
Vollständiger NameAnna Gandler
Geburtsdatum5. Januar 2001
Alter24
GeburtsortHall in Tirol, Österreich
Größe169 cm
Gewicht56 kg
SportartBiathlon
VereinSC Kitzbühel
TrainerReinhard Gösweiner, Hannes Kuppelwieser
Nationalmannschaftseit 2016
IBU-Cup Debüt8. Februar 2020
Weltcup Debüt8. Dezember 2022
Statusaktiv
FreundÉmilien Claude (französischer Biathlet)
Referenz

Wiki , Instagram

Bei der Reise mit Émilien Claude dreht sich alles andere als nur um Erholung. Die Pause sei eine Überlebenstaktik, so Gandler. „Was wir hier tun, geht weit über das hinaus, was aus gesundheitlicher Sicht als sicher gelten würde“, so Gandler. Die letzten Monate waren geprägt von intensiver Selbstreflexion, Zweifeln und Enttäuschungen.

Trotz ihrer gesundheitlichen Probleme blickt Anna Gandler optimistisch in die Zukunft. Um sich optimal auf die Olympischen Spiele 2026 vorzubereiten, bereitet sie sich schrittweise auf die Wiederaufnahme des Trainings in Südfrankreich vor. „Langsam starten, vorsichtig bleiben und jede Trainingseinheit bewusst angehen“, lautet ihr Leitsatz.

Die am 5. Januar 2001 in Hall, Tirol, geborene Gandler gewann 2020 die Jugend-Weltmeisterschaft und startete Ende 2022 erstmals im Biathlon-Weltcup. Seit ihrem Eintritt in den Nationalkader 2016 zählt sie zu den vielversprechendsten Talenten des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Dank ihrer harten Arbeit und ihres Engagements zählt sie bereits jetzt zu den aufstrebenden Stars im internationalen Biathlon.

Émilien Claude, ihr Liebhaber, ist ein erfahrener französischer Biathlet, der auf höchstem Niveau antritt. Neben ihrer Zuneigung zueinander sind sich die beiden des Drucks und der Komplexität des Leistungssports sehr bewusst. Gemeinsame Trainingseinheiten und Wettkämpfe bilden die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen und Unterstützung, was in stressigen Zeiten unerlässlich ist.

Gandler findet emotionale Stabilität in der Verbindung mit Claude. Neben der Förderung ihrer Erholung und körperlichen Erneuerung zeugen auch private Momente abseits des Rampenlichts von einer tiefen Verbundenheit. Obwohl der Schwerpunkt auf geplanter Erholung liegt, um langfristige Höchstleistungen zu ermöglichen, strahlen Urlaubsbeiträge Leichtigkeit aus.

Gandlers gesundheitliche Herausforderungen haben ihm neue Erkenntnisse gebracht. Sie denkt sorgfältig über die Belastung ihres Körpers nach und betont den Wert von Ruhepausen für langfristige Leistung. „Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören und Prioritäten zu setzen“, fährt sie fort. Diese Erkenntnis unterstreicht, wie wichtig es für Spitzensportler ist, ein Gleichgewicht zwischen Selbstfürsorge und Ehrgeiz zu finden.

Auch eine spürbare mentale Belastung ist spürbar. Gandler leidet stark unter ihrer anhaltenden Überlastung und ihren persönlichen Gesundheitsproblemen. Ihre Beziehung basiert auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Zielen, die über den Sport hinausgehen. Claude ist dabei eine verlässliche Stütze.

Eine Reise auf die Malediven bietet der Sportlerin sowohl mentale als auch körperliche Erholung. Dank Ruhe, Sonnenschein und der Nähe zu ihrem Partner kann sie sich vom Wettkampfrhythmus lösen und sich auf die bevorstehenden Wettkämpfe, insbesondere die Olympischen Spiele 2026, konzentrieren.

Anna Gandler zeigt, dass Spitzensportler transparent mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen umgehen können. Ihre Beziehung zu Claude zeigt zudem, wie wichtig Vertrauen, Unterstützung und Zielsetzung im Hochleistungssport sein können.

Gandler beabsichtigt, nach der Erholungsphase schrittweise wieder mit dem Training anzufangen. Für eine gezielte Verbesserung von Technik und Fitness ist Südfrankreich ein guter Ort. Ziel ist es, durch kleine, geregelte Trainingsschritte die Leistung zu steigern und Rückschläge zu vermeiden.