Sie sind eines der bekanntesten Männerpaare der deutschen Öffentlichkeit: CDU-Politiker Jens Spahn und der Journalist Daniel Funke sind seit 2017 verheiratet und seit Juli 2026 zum ersten Mal Eltern. Doch wer ist eigentlich der Mann an der Seite des Unionsfraktionschefs? Ein Porträt über Daniel Funke, die Liebesgeschichte der beiden und ein Familienglück, das zugleich eine gesellschaftliche Debatte ausgelöst hat.
Wenn über Jens Spahn berichtet wird, geht es meistens um Politik. Der 1980 geborene CDU-Mann war von 2018 bis 2021 Bundesgesundheitsminister und führt seit Mai 2025 als Vorsitzender die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Daneben lebt er seit über einem Jahrzehnt eine der stabilsten Beziehungen im Berliner Politikbetrieb. An seiner Seite steht Daniel Funke, ein Medienprofi, der lange selbst hinter den Kulissen der People-Berichterstattung arbeitete. Wir haben die wichtigsten Fakten über das Paar zusammengetragen, sorgfältig belegt und ohne Spekulation.
Wer ist Daniel Funke, der Ehemann von Jens Spahn?
Daniel Funke, Jahrgang 1981 und damit rund ein Jahr jünger als sein Ehemann, ist Journalist und Kommunikationsfachmann. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Berlin begann er seine Laufbahn beim Fernsehen, unter anderem beim Sender Sat.1, und im Zeitschriftenjournalismus. Der prägende Abschnitt folgte beim Burda-Verlag: Rund 15 Jahre war er dort tätig, ab 2007 zunächst als Redakteur beim People-Magazin Bunte, später als Leiter von dessen Berliner Hauptstadtbüro. Wer diese Rolle kennt, weiß: Funke bewegte sich jahrelang genau in jener Welt aus Titelgeschichten und Society-Terminen, über die andere nur lesen.
Anfang 2024 verließ Funke den Verlag auf eigenen Wunsch, wie das Medienportal kress.de damals berichtete, und wechselte anschließend in die Unternehmenskommunikation. Heute steht Funke selbst in jenem Rampenlicht, das er beruflich so gut kennt: als Ehemann eines der bekanntesten Politiker des Landes.
Die Liebesgeschichte von Jens Spahn und Daniel Funke
Öffentlich über seine Homosexualität sprach Jens Spahn erstmals 2012, in einem Interview mit dem Spiegel. Im selben Jahr sollen sich Spahn und Funke Berichten zufolge in Berlin kennengelernt haben. Ein Paar sind die beiden seit 2013. Spahn zählt seither zu den bekanntesten offen schwulen Politikern Deutschlands.
2017 folgte der große Schritt: Auf Schloss Borbeck in Essen gaben sich Jens Spahn und Daniel Funke das Jawort. Die Trauung übernahm der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen persönlich – ein Detail, das zeigt, welche Aufmerksamkeit dieser Hochzeit auch über das Private hinaus zuteilwurde.
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 2012 | Jens Spahn spricht im Spiegel erstmals öffentlich über seine Homosexualität |
| 2013 | Spahn und Funke werden ein Paar |
| 2017 | Hochzeit auf Schloss Borbeck in Essen |
| 2024 | Funke verlässt nach rund 15 Jahren den Burda-Verlag |
| Juli 2026 | Das Paar wird zum ersten Mal Eltern – ein Sohn, geboren per Leihmutter in den USA |
Jens Spahn und Daniel Funke sind Eltern geworden
Im Juli 2026 machte das Paar eine zutiefst persönliche Nachricht öffentlich: Jens Spahn und Daniel Funke sind Eltern geworden. Wie Spahn der Bild-Zeitung am 16. Juli 2026 bestätigte, kam ihr Sohn per Leihmutterschaft in den USA zur Welt; biologischer Vater ist Daniel Funke. Den Vornamen des Jungen, Georg, wählten die beiden in Erinnerung an Spahns 2024 verstorbenen Großvater, wie der Tagesspiegel berichtete.
„Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen.“
– Jens Spahn gegenüber der Bild
Daniel Funke teilte auf Instagram ein Foto mit den schlichten Worten „We Are Family“. Die Freude der frischgebackenen Väter war unübersehbar. Und doch blieb es nicht bei Glückwünschen allein.
Ein genaues Geburtsdatum oder Bilder, die das Gesicht des Kindes zeigen, haben Spahn und Funke bewusst nicht öffentlich gemacht. Das entspricht der Linie, die das Paar seit Jahren verfolgt: die eigene Beziehung nicht zu verstecken, das Privatleben aber zu schützen.
Warum die Baby-News auch für Diskussionen sorgt
Die Art, wie Spahn und Funke Eltern wurden, hat in Deutschland eine Debatte ausgelöst. Leihmutterschaft ist hierzulande verboten; entsprechende Verträge gelten als sittenwidrig. Die CDU sprach sich im Februar 2026 erneut dafür aus, an diesem Verbot festzuhalten, und verwies auf die Gefahr der Kommerzialisierung. Dass ausgerechnet ein prominenter CDU-Politiker und früherer Bundesgesundheitsminister den Weg über eine Leihmutter in den USA wählte, warf deshalb neben vielen Glückwünschen auch kritische Fragen auf, wie der Tagesspiegel analysierte. In den sozialen Medien mischten sich unter die Gratulationen entsprechend auch kritische Stimmen; das MDR-Boulevardmagazin Brisant fasste die geteilten Reaktionen unter dem Titel „Kritik statt Glückwünsche“ zusammen.
Bemerkenswert ist dabei ein Blick zurück: 2015 hatte Spahn dem Magazin GQ gesagt: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“ Rund elf Jahre später ist er diesen Weg selbst gegangen. Diese Aussagen geben wir bewusst nur wieder, ohne sie zu bewerten. Die Einordnung überlassen wir Ihnen.
Was bleibt: aus zwei Männern ist eine Familie geworden
Bei aller öffentlichen Aufmerksamkeit haben Jens Spahn und Daniel Funke ihr Privatleben stets so gut wie möglich geschützt. Gesichert ist: Aus zwei Männern, die sich vor über zehn Jahren in Berlin näherkamen, ist eine kleine Familie geworden. Wie sich ihr Leben zu dritt entwickelt, dürften die beiden ganz bewusst weitgehend für sich behalten. Für ein Paar, dessen einer Part beruflich jahrelang über Prominente berichtete, ist dieser Umgang mit der eigenen Bekanntheit bemerkenswert konsequent. Fest steht nur: Mit dem Nachwuchs beginnt nach mehr als zehn gemeinsamen Jahren ein neues Kapitel, das Spahn und Funke erstmals zu dritt schreiben.
Wer wissen möchte, wer hinter anderen prominenten Beziehungen steckt, findet bei uns weitere Porträts – etwa zu Aryna Sabalenkas Verlobtem, zum neuen Freund von Simone Ballack oder zur glamourösen Hochzeit von Taylor Swift und Travis Kelce.